Manuelle Lymphdrainage

 

Die manuelle Lymphdrainage etablierte sich in Deutschland in den 60er Jahren. Sie wird angewandt bei jeglichen Formen von Schwellungen unter Ausnahme von Herz- und Nierenödemen. Durch entsprechende Grifftechniken kommt es zu einer deutlich effizienteren Eigenrhythmik der Lymphbahnen, so dass entsprechende Areale entstaut und der Normalzustand wiederhergestellt wird. Die Lymphbahnen oder im allgemeinen das Lymphsystem dient dem Abtransport von Schlackstoffen, Viren und Bakterien zu den Lymphknoten, die wie eine Art Kläranlage die Lymphflüssigkeit reinigen, sodass mit einem gesteigerten Abtransport die Manuelle Lymphdrainage auch immunologisch wirken kann. Diese sollte auch unmittelbar nach einer Verletzung bzw. Operation erfolgen, sodass sich die Schwellung aufgrund von Eiweißverbindungen nicht festigt und es zu keiner Verzögerung im Rahmen der Rehabilitation kommt. Die manuelle Lymphdrainage hat darüber hinaus auch einen schmerzlindernden Effekt, der durch Reduktion des Gewebsdrucks und Entfernung von entzündungsunterhaltenden Stoffen (wie z.B. Histamin) erzielt wird. Da die Lymphbahnen direkt unter der Haut sind, handelt es sich um sehr sanfte Grifftechniken, die durch ihren rhythmisch-monotonen Charakter auch beruhigend wirken.

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